Invitation to the singalong protesting against trivialization of past crimes

Dear Friends,

I want to invite you all again this year to a midsummer singalong. I hope to continue this tradition annually in the years to come.

The event will take place in Freedom Square (Szabadsag – ter) in Budapest, in front of the World War II Memorial on Sunday, 21 June 2015, at 18 hrs.

The title of the event is „MARSEILLAISE AND ODE TO JOY, European National Anthems and the European Hymn“.

We want to sing together four national anthems, coupling the anthems of peoples who for generations were pitted against each other as enemies, but today in the European Union live together in peace and cooperation. We will sing the “Marsaillaise” (the French anthem), then the German anthem, which will be followed by the Slovakian and Hungarian anthems, closing with Beethoven’s “Ode to Joy”, the European Hymn. We are hoping to have visitors from many countries. The more people singing in many different languages, the better!

In order to facilitate preparation, we will soon post music and texts on the Internet. For further information, you may contact Fruzsina Magyar (in English or Hungarian) at magyarfruzsina@gmail.com.

It is very important at this time to raise our voices together – in the truest sense of the words – on behalf of the great European project. The event’s location is also important: the War Memorial built a year ago misrepresents history and symbolizes a growing nostalgia for the era between the wars, when Miklos Horthy led the government. The recent attempts to rehabilitate his regime can only be viewed as a serious crime! Horthy’s ideology of intolerance, his institutionalized antisemitism and, above all, his uncompromising confrontational policies against the neighboring states all, is also an open provocation and an attack on the European values and ideals we all share. The more Hungarians demonstrate to the world that they are ready to stand up publically against the relativization and trivialization of past crimes, the more this fight can be waged successfully, so the ghosts of the past do not endanger our future.
April 2015

Adam Fischer

Adam Fischer led the Freedom Choir protest

Adam Fischer led the Freedom Choir to protest against the German occupation and denial of Hungarian involvement of Holocaust.

Népszava Online
Szabadságkórus szólt a téren (in Hungarian)

ARD Mediathek
Fischer Ádám: “Vérig sért, hogy egy ilyen förmedvényt látok!” (in Hungarian with Video)

Open letter to the Hungarian government and the parliament

Adam Fischer, Andras Schiff, Arpad Schilling, Dietmar Schwarz, Matthias Hartmann and Peter de Caluwe wrote an open letter to the Hungarian government and the parliament.

 

UNGARNS NEUE VERFASSUNG GEFÄHRDET DIE FREIHEIT DER KUNST!
 
IN DER NEUEN UNGARISCHEN VERFASSUNG (DEM GRUNDGESETZ) WURDE DIE BEVORZUGUNG VON KUNSTWERKEN MIT ‘CHRISTLICH-NATIONALER GESINNUNG’ BEI DER VERGABE STAATLICHER SUBVENTIONEN  DE FACTO FESTGESCHRIEBEN.

 
Der von nationalkonservativen Künstlern  gegründete, private Verein “Ungarische Künstlerische Akademiewird im Grundgesetz zu einer Körperschaft des öffentlichen Rechts erklärt. Durch das neue Grundgesetz in Kombination mit anderen, von der Regierungspartei verabschiedeten Gesetzen, wurde  die Künstlerische  Akademie gesetzlich auf absehbare Zeit zur höchsten Instanz bei der Verteilung öffentlicher Förderungsgelder bestimmt, Das bedeutet, dass einem geschlossenen Kreis von konservativ gesinnten Künstlern  das Recht eingeräumt wird, über die Vergabe von Subventionen, Gehältern, Stipendien, Staatspreisen usw. an alle Künstler des Landes zu bestimmen. Der Präsident der Kunstakademie hat auch bereits ohne Umschweife erklärt, die Akademie werde künftig nur noch Künstler mit “der echten nationalen Einstellung” unterstützen. Gleichzeitig hat er seinem Bedauern darüber  Ausdruck gegeben, dass:  “im Ausland auch György Konrad als Ungar betrachtet wird, was immer er auch über uns sagt.” Er tritt gegen seiner Meinung nach entartete Kunstwerke in Ungarn auf und hat auch  verkündet, Künstler, „die Ungarn aus dem Ausland verunglimpfen, können wahrscheinlich nicht Mitglieder der Akademie werden“ (Mitglieder der Akademie erhalten vom Staat eine feste Zusatzrente, die allein über  dem Durchschnittsgehalt in Ungarn liegt).

 

Die Tatsache, dass die Regierenden eines EU Staates im 21. Jahrhundert der Kunst ideologische Fesseln anzulegen versuchen, bedeutet eine fundamentale Verletzung der Grundprinzipien der freiheitlichen Demokratie. DASS IN UNGARNKÜNSTLER, DIE NICHT REGIMEKONFORM DICHTEN, MALEN ODER SCHREIBEN, MIT FINANZIELLEM DRUCK IN IHRER EXISTENZ BEDROHT WERDEN KÖNNEN, IST NICHT HINNEHMBAR! Und dass das alles noch mit der jetzigen 2/3 Mehrheit der national-konservativen Regierungspartei FIDESZ im Parlament für alle Zukunft  in der Verfassung  fixiert werden soll, ist ein Skandal, der international uns Künstlern den allgemeinen Protest zur Pflicht macht. Wir bitten alle Künstler Europas und der Welt, denen die Freiheit der Kunst wichtig ist, sich unserem Protest anzuschliessen.

WIR FORDERN DIE UNGARISCHE REGIERUNG UND DAS UNGARISCHE PARLAMENT AUF, DIE VON IHNEN UNTER PROTEST SÄMTLICHER ANDERER DEMOKRATISCHER KRÄFTE EINSEITIG IN DAS GRUNDGESETZ EINGEBRACHTE FORMULIERUNG ÜBER DIE UNGARISCHE KUNSTAKADEMIE WIEDER ZU ENTFERNEN UND DAMIT DER SONDERSTELLUNG IDEOLOGISCHER TUGENDWÄCHTER DER KUNST EIN ENDE ZU BEREITEN!

 

ADAM FISCHER   (DIRIGENT)

ANDRAS SCHIFF   (PIANIST)

ARPAD SCHILLING   (REGISSEUR)

DIETMAR SCHWARZ   (INTENDANT, DEUTSCHE OPER BERLIN)

MATTHIAS HARTMANN   (DIREKTOR,BURGTHEATER WIEN)

PETER DE CALUWE   (INTENDANT, THEATRE DE LE MONNAIE, BRUXELLES)

 

To our visitors, we have to reset our database

Due to technical problem, we have to reset our database.  All articles are posted again, but we have lost some comments.

We are very sorry and ask for understanding.

Administrator
Artists Against Racism.eu

The award of a prestigious state journalism prize to an anti-Semitic TV presenter

TV presenter Ferenc Szaniszlo, who is known for his anti-semitic, anti-roma comments, was one of three journalists awarded the Mihaly Tancsics prize.

BBC News Europe
Anger in Hungary at prize for ‘anti-Semitic’ reporter (in English)

Report by Nick Thorpe BBC News, Hungary

xpatloop.com
Statement Of The Israeli Ambassador To Hungary, Ilan Mor (in English)

Intellectual-Hatz in Hungary – danger to democracy?

German TV station NDR made a report about danger to culture and democracy in Hungary.

ARD Mediathek
Intellektuellen-Hatz in Ungarn – Gefahr für die Demokratie? (Video in German)

An academy now decides what is good art and permits. Too liberal, gay or west – everything not enough nationally. Anyone who does not fit in there is sacked. Critical journalists are losing their jobs or are censored.

ARD Mediathek
Adam Fischer Interview (Video in German)

Artistic Freedom and Responsibility in the age of Xenophobia

Adam Fischer made a speech at the world conference on Artistic Freedom of Expression in October at Oslo. Here is the video.

Artistic Freedom and Responsibility in the age of Xenophobia

For detail information about the conference please refer to following link.

ALL THAT IS BANNED IS DESIRED

The ultra conservative artists’ association funded by the Hungarian right-wing government

Hungarian Academy of Arts (MMA), which is the Hungarian branch of the International Association of Art Critics (AICA), turned into an ultra conservative artists’ association funded by the Hungarian right-wing government of Viktor Orban.

The Art Newspaper
Power of Hungary’s conservative art Academy grows (English)

NEMMA
Autonomy of Arts in Hungary (Multiple language)

Adam Fischer’s answer to the blog Hungarian Voice

German Blog “Hungarian Voice” wrote an open letter to Adam Fischer

Hungarian Voice
Antisemitismus: Offener Brief an Ádám Fischer (German)

Adam Fischer’s answer, which is also in the comment of Hungarian Voice.

Sehr geehrte HV,
Ich habe Ihren Offenen Brief an mich erst gestern gelesen, ich möchte gleich darauf reagieren. Ich stimme Ihnen in vielem zu. Auch ich finde, dass die Teilnahme des Herrn Rogan an de Kundgebung vom Ende November sehr wichtig war, und dass das wichtigste Ziel, dass nämlich alle demokratischen Kraefte gemeinsam gegen Rassismus und Antisemitismus vorgehen können, dadurch heute (vielleicht und hoffentlich) nicht mehr so unerreichbar erscheint, wie noch vor zwei Wochen. Das hat aber mit meinem Statement in der WELT nichts direkt zu tun, ich weiss nicht, warum ich das dort haette erwaehnen müssen. Es geht hier um einen konkreten Vorfall in der Kulturpolitik, und ich habe als ungarischer Musiker einen ungarischen Schriftsteller gegen einen infamen Angriff des Vorsitzeneden der Ungarischen Kunstakademie in Schutz genommen. Zu Ihrer “berechtigten Frage, warum ich meine Kritik nicht in Ungarn äussere”, kann ich nur erwidern, dass ich allen, die mich fragen, auch gerne antworte. Bei der Premierenfeier unserer neuen Traviata in Brüssel habe ich mit einer Journalistin der WELT gesprochen, die sich für Ungarn interressiert. Ich habe ihr über den empörenden Vorfall erzaehlt, und sie hat meinen Gastkommentar in die Zeitung vermittelt. Ungarische Journalisten waren nicht da. Waeren sie dagewesen, haette ich ihnen das selbe gesagt.
In einem wichtigen Punkt bin ich anderer Meinung als Sie (und auch als viele andere): ich glaube nicht (oder nicht mehr), dass Kritik aus dem Ausland nur kontraproduktiv ist. Sie erzeugt sicher auch Trotzreaktionen, aber sie hat in letzter Zeit immer öfter auch Positives bewirkt bzw. Negatives verhindert oder zumindest gebremst. Ich denke, auswertige Kritik ist nicht per se falsch. Ausserdem bin ich leidenschaftlicher Europäer, ich glaube nicht an rein interne Angelegenhetiten eines EU Landes. Sind Sie etwa zum Beispiel der Meinung, dass es ausschliesslich Ungarn in Ungarn vorbehalten sein soll, sich mit der wachsenden Horthy-Renaissance und mit der romantischen Grossungarn-Verklaerung sich auseinander zu setzen? Glauben Sie, das man sogar in den EU Laendern, die seinerzeit teilweise oder sogar ganz zu Grossungarn gehörten,darüber keine öffentlichen Diskussionen führen sollte? Ich nicht. Ganz im Gegenteil. Ich denke wirklich, dass Druck aus dem Ausland liberalen Kraeften im Fidesz helfen kann, parteiintern staerker gegen die Bayers und Feketes vorzugehen
Mich würde freuen, wenn sie sich ihrerseits darüber auch Gedanken machen könnten
Ich wünsche Ihnen alles Gute
Adam Fischer

Anti-Semitic speech in Hungarian parliament and reaction

The Economist

Anti-Semitism in Hungary, United against Jobbik (English)

An article about anti-Semitic speech by Marton Gyongyosi, an MP for the far-right Jobbik and the vice-chairman of the parliament’s foreign-affairs committee, and the reaction in Hungary.

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